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PAUL AMROD Biographie
Im Jahr 1963 gründete er seine erste Band mit seinem Bruder Willy Amrod. In demselben Jahr schrieb er seine ersten Lieder. Auch begann er in dieser Zeit ernsthaft Klavier zu studieren. Im Jahr 1967 gründete Paul die Band "Brand XXX“, mit der er seinen ersten Plattenvertrag bekam. Im Januar 1969 war er als Vorband für Janis Joplin und Paul Butterfield Band auf Tournee. Durch seine Beziehung mit Paul Butterfield erhielt er eine tiefe Erfahrung als Blues-Pianist. Im August des Jahres 1969 änderte "Brand XXX" ihren Namen zu "Amrod’s Brand" und traf die NRBQ, eine Band, die zu der Zeit unter einem Columbia Plattenvertrag stand. Die NRBQ war sehr vielfältig und spielte alles von R und B bis Country und sogar Thelonious Monk Kompositionen. Paul arbeitete intensiv mit der NRBQ und erweiterte seine Horizonte und die Entwicklung neuer musikalischer Richtungen. Wegen seiner Erfahrung mit der Musik Monks begann er modernen Jazz zu schreiben und zu spielen. Im Herbst 1969 wurde Paul in der Juilliard School of Music aufgenommen und hat seine kompositorischen Fähigkeiten weiter entwickelt. Er hat einen Masters Abschluss in Dirigieren und Komposition. Mit der Ausbildung an der Juilliard School und der Manhattan Jazz-Szene war es unvermeidlich, dass Paul seinen persönlichen Stil des Modern Jazz und modernen Klassik entwickeln würde. Durch seine Studien bei Hall Overton an der Julliard School wuchs seine noch lebendige Beziehung zu der Musik von Thelonious Monk. Hall war der Arrangeur der interessantesten Big Band Musik von Thelonious . Er zeigte ihm die Richtung der motivischen Improvisation. Paul sang als R-und B-Sänger in der Oper "Huckleberry Finn", ebenfalls von Herrn Overton geschrieben. Während dieser Zeit arbeitete er mit Ruth Underwood, Frank Zappa's Marimba-Spielerin, die in der Percussion-Abteilung ihr Master-Studium abwickelte. Er gab ein Konzert an der Juilliard School mit ihr in einem Septett und zeigte eine Mischung von Klassik Rock und Jazz Stilen. Paul hat mit Hall sein Verständnis von Form, Orchestrierung, Third Stream Konzepten bekommen und sich selbst damit immens weiter entwickelt. Nach dem überraschenden Tod von Hall begann Paul privat bei George Russell zu studieren. Er erfuhr von der "Lydian Chromatic Concept" und war fasziniert über die Musik George Russells. Eines seiner umfangreichsten Projekte, "Living Time" mit dem Pianisten Bill Evans wurde während des Studiums veröffentlicht. Paul schrieb seitdem sein eigenes Konzept und hat in vielen Jazz Workshops das theoretische Verständnis der modernen Jazz-Improvisationen bei Jugendlichen erweitert. Kurz danach wurde Gil Evans der Lehrer von Paul. Gil schrieb die Referenz für den "National Endowment-Preis für Komposition und Arrangement", den Paul im Jahr 1980 erhielt. In dieser Zeit übernahm er in der Oberstufe der Marymount Schule für Mädchen die Leitung des Musik Studiums und hat zahlreiche Jugendliche für Musik Universitäten vorbereitet. Gleichzeitig gründete Paul "The Paul Amrod Quartett" mit Buster Williams und Ken Hitchcock. Von 1977 bis 1981 spielte das Quartett regelmäßig in Beef-Steak Charlie und Striker's, The Village Gate, Boomer und The Other End. Im Jahr 1981 zog Paul nach Deutschland und begann mit Jazz-Kursen und Workshops in verschiedenen Musik Gymnasien zu unterrichten. Er tourte öfter als Solopianist durch die europäische Landschaft. Dabei spielte er in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Slowenien und in Österreich, Schweden, England, Holland und in der Tschechischen Republik. Gern präsentiert er sein Programm "Die Geschichte des Jazz Klaviers". in den nächsten 10 Jahren hat Paul verschiedene Formationen gegründet. Neben seinem Blues spielte er auch seinen modernen Jazz im Trio und Quartett oder Solo in ausgewählten Clubs in Paris, London und war Gast vieler Jazz-Festivals in den 80er Jahre wie Darmstadt, Trier, Rottweil, Konstanz, Kaiserslautern, Reutlingen und in Bruck an die Mohr. Während dieser Zeit leitete er auch drei Chöre, wie zum Beispiel den Sembach Gospel Chor. Paul hatte schon immer ein großes Interesse an afro-amerikanischer Kirchenmusik. Paul war lange in Frankfurt mit Jugend Chören und Jugend Bands als Dozent beschäftigt. Auch hat er als musikalischer Leiter im Hagener Staatstheater und im Stadttheater Mainz gearbeitet. Gleichzeitig setzte er seine Karriere als Pianist und Dirigent fort, u.a. mit Gershwins Rhapsody in Blue. Im Jahr 1992 ist er an den Bodensee gezogen. In Konstanz gründete er die Band "Purple Elephant" und verwirklichte eine CD, die 12 Blues Melodien und Gesänge präsentiert. Die Band war für drei Jahre in der ursprünglichen Form aktiv. In dieser Zeit wirkte er ebenfalls an einer CD in USA mit, gemeinsam mit seinem Bruder Willy und der James Brown Brass einschließlich Maceo Parker, Pee Wee Ellis und Fred Wesley. Im Jahr 1996 gründete Paul und zwei Kollegen, Sänger Denis Artis und Saxophonist Steve Hooks ein Jazz-Funk Septett namens "Do-Denis Groove Band". Kurz danach wurde die Band unbenannt, "Too Cold" und spielte häufig in Österreich und der Schweiz von Wien nach Zürich. Regelmäßig übernimmt Paul seit 2002 in verschiedenen Inszenierungen des Stadttheaters Konstanz die musikalische Leitung und arbeitet als Dirigent, Pianist und Gesangslehrer mit Schauspielerinnen und Schauspielern. Seit 2003 arbeitet Paul mit dem Literat und Erzähler Bernhard Stengele. Sie haben zusammen Abende von Poesie und Musik auf viele Bühnen gebracht. Vertonungen von Brecht, Heine und Hölderlin sind dadurch entstanden. Im Juli 2004 wurde sein Konzert für Jazz-Quartett und Orchester „Blues Riffs and Rhythms“ mit der Südwestdeutschen Philharmonie unter der Leitung von Michael Dixon auf der Insel Mainau uraufgeführt. Im April 2005 folgte die Uraufführung seiner 8. Symphonie mit dem Kölner Damals und Heute Orchester unter der Leitung von Michael A. Willens in einer Aufzeichnung des WDR. Im Jahr 2007 spielte die Südwestdeutsche Philharmonie sein „Hard Bop Concerto“ für Orchester und Jazz Quartett, mit Paul am Klavier. Auch in Würzburg folgte die Uraufführung von seiner „Suite für Dantons Tod.“ Er vertonte in 2007 zwanzig Brecht Gedichte und eine Kammeroper „Jazz den Bertolt“ folgte. Er hat vor kurzem in der Wiener Darstellenden Kunst Akademie, der Würzburger Musik Hochschule und in der Mannheimer Hochschule für Musik Vorträge über seine neue Harmonielehre gehalten. In 2009 am 31. Oktober führte er vor einem ausverkauften Saal im Wiener Konzerthaus seine Gershwin Variationen für Big Band und Kammerorchester auf. |
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